Spielberichte von Doc Schreiber


Spielberichte von Doc Schreiber

Wikinger siegreich im Spitzenspiel!

15.12.2011

Alle 15 Recken (Reimers sogar noch auf Stand-by) waren am letzten Spieltag der Hinserie an Bord, um gegen die Strander Oldies und das Überraschungsteam KTV II die Tabellenspitze zu verteidigen. 3 Spieler konnten demnach pro Match nach dem Volleyballregelwerk nicht eingesetzt werden. Im ersten Spiel gegen den SC Strande mussten Lübbe, Hoffmann und Naumann „dran glauben“. Sie wurden trotzdem sinnvoll beschäftigt und agierten als Co-Trainer (Lübbe), Catering-Chef (Hoffmann) und Fanbetreuung (Naumann).
Gegen die sich mal wieder im Abstiegskampf befindenden Strander begannen Vogt, Winkler, Jarr, Sußner, Girolami, Schreiber und Steinmetz als Libero. Der Gegner hatte sich auch so einiges vorgenommen was man schon allein an den Überbleibseln in ihrer Kabine erkennen konnte (ABC-Pflasterreste, mehrere leere Tuben Finalgon extra stark (Vorsicht beim Auftragen!) und eine aufgebrauchte Familienpackung Stützstrümpfe). Gleich zu Beginn zeigten dann die Strander auch ihre Kampfbereitschaft und ihr spielerisches Potenzial. Die Wikinger um Zuspieler Vogt erwischten einen denkbar schlechten Start. Annahmespieler Steinmetz, Jarr und Sußner zeigten eine beinahe britische Verweigerungshaltung und Diagonalwumme Winkler stolperte am Netz von einem Fettnäpfchen ins nächste. Erst eine Umstellung in der Annahme und die Einwechslung von Geheimwaffe Gennermann brachte etwas Ruhe ins WSV-Spiel und der erste Satz konnte zu 22 gewonnen werden.
Die wackeren Strander ließen sich aber keineswegs entmutigen und griffen mit Wieben in der Mitte immer erfolgreicher an. Die Wikinger liefen den ganzen Satz einem Punkterückstand hinterher und auch die wiederholte Einwechslung von Gennermann brachte kaum Besserung. Spielertrainer Beutlin an der Seitenlinie aufgeregt wie ein Teenager vorm Abtanzball, versuchte zu helfen und wechselte sich kurz mal selbst zum Aufschlag ein. Der Aufschlag misslang zwar, doch er ließ sich nicht entmutigen und stellte aufopferungsvoll mit schmalem Erfolg bis zur Satzniederlage zu Ende.
Auch im dritten Durchgang zeigten die von Trainer Behlen gut eingestellten Strander eine taktisch und kämpferisch formidable Leistung. Sollten die Recken die erste Saisonniederlage einstecken müssen? Nein, zumindest Sußner hatte was dagegen und setzte ein Zeichen des Widerstandes indem er mit einem fürchterlichen Angriffspressschlag die Antenne in ihre Bestandteile zerlegte. Das Spiel musste kurz unterbrochen werden und Kapitän Schreiber konnte die Recken erst einmal sammeln und zu mehr Kampfkraft motivieren. Nach einer 15-minütigen Spielpause hatte Tausendsassa Beutlin die Netzanlage wieder gerichtet und das Match konnte weiter gehen. Doch leider kam der Gegner erneut besser aus den Startlöchern und machte die ersten Punkte. Zuspieler Vogt platzte jetzt der Kragen und schimpfte wie ein Rohrspatz auf seine dilettantischen Mitspieler, auf den Schiri und die andauernd das Wiker Zuspiel monierenden Strander Fans. Das war die Initialzündung für die Wiker Aufholjagd. Tommy Lang, mittlerweile für Jarr im Spiel, machte Punkt um Punkt und Mittespieler Girolami den Block zu. Zu 17 wurde der Satz gewonnen und auch im nächsten Abschnitt zeigte der WSV, dass er nicht zufällig an der Spitze steht und ging sogleich deutlich in Führung. Selbst als Schreiber, der auch gerne Zuspieler geworden wäre, zunächst Steller Vogt beim Pritschversuch handballmäßig abblockte und wenig später selbst bei einer eingesprungenen Rückwärtszuspielaktion den Ball regelwidrig missbrauchte, konnte den Wiker Spielfluss nicht unterbrechen.
3:1 hieß es am Ende für die glücklichen Wikinger in einer Partie in der die Strander ihre Verbandsligatauglichkeit zum wiederholten Mal bewiesen hatten. Angemerkt sei noch, dass die zumindest für Außenstehende undurchsichtigen Wechselaktionen vom Strander Trainer Behlen am Ende der beiden letzten Sätze den Recken in die Karten spielten. Der achte Sieg in Folge war somit eingefahren und das Match des Jahres gegen KTV II konnte beginnen.

Unsere Montags-Trainingskollegen rückten in stattlicher Besetzung zum Spitzenspiel in die Gellertstraße an. Ja, sogar der ballbegabte Mittelblocker Stallbaum tauchte plötzlich wie aus dem Nichts auf und betrat lässig die Halle. Noch Montag beim Training wurde den Verantwortlichen des WSV zugesichert: „Ja, Lizenztrainer Stallbaum muss sich um seine Damenmannschaft kümmern, der ist definitiv nicht am Start.“ Das war wohl eine taktische Finte und sorgte kurzzeitig für einige Unruhe in der Reckenhorde. Ganz schön abgebrüht die Meyer-Jungs sich als Verbandsliganeuling schon so abgezockt zu zeigen. Nichts desto trotz wollten die Wikinger verlustpunktfrei in die Weihnachtsferien gehen und stellten die vermeintlich stärkste Truppe aufs Parkett. Beutlin, Gennermann, Naumann, Lübbe, Wurl, Hoffmann und Steinmetz als Libero sollten es richten und legten auch gleich eine gehörige Schlagzahl an den Tag. Bis zum Stand von 14 zu 9 konnte man davonziehen als KTV-Trainer Meyer die erste Auszeit nahm und seinen Angreifern einige Tipps gab. Anschließend waren es dann meist Hartmann und Glissmann, die das Angesagte umsetzten und den WSV-Block schlau überlobten bzw. anschlugen. Plötzlich stand es nur noch 15 zu 14 und Kapitän Schreiber reagierte mit einer Auszeit, in der er mit deutlichen Worten auf die Spielumstellung des KTV`s hinwies. Das Spiel erreichte jetzt höchstes Verbandsliganiveau und vor allem Stolzenburg bereitete dem WSV mit seinen Sprungangaben und schönen Angriffen über die Mitte arge Probleme. Die Wikinger hielten aber dagegen und erkämpften sich gerade in der Abwehr in Person von Lübbe in Höchstform Punkt um Punkt. Mit viel Glück konnte der erste Satz zu 24 gewonnen werden.
Im zweiten Satz legten die Wikinger noch mal einen Gang zu und Zuspieler Beutlin setzte seine Angreifer variabel und mit Hochpräzision in Szene. In dieser Phase langte WSV-Außenangreifer Naumann wiederholt ordentlich hin und machte schöne Punkte, indem er den gegnerischen Block schlichtweg ignorierte.
Die Aufschläge der Recken kamen jetzt noch gefährlicher und so hatte KTV-Libero Herfort immer größere Schwierigkeiten seinen Annahmeriegel zusammen zu halten. Für den guten Zuspieler Gräsel gab es jetzt meist nur noch die Option hoch nach außen. Hier wartete aber schon stets ein massiver Wikingerblock, der beim Hochsteigen die KTV-Mittelerde stark verdunkelte. Jetzt ging auf WSV Seite so richtig die Post ab und beim Stande von 15:7 sorgte sogar noch mal der eingewechselte Aufschlagspezialist Palm für fette fünf Punkte in Folge. Mit 26:24, 25:13 und 25:14 wurde dann das Match am Ende deutlich und verdient gewonnen und es konnte auf eine Herbstmeisterschaft mit weißer Weste angestoßen werden.
An dieser Stelle noch mal einen schönen Gruß an die Zastrower, die mit Erfolgstrainer Meyer einen Macher an der Spitze haben, der den Sport bis ins Detail verstanden hat und damit beweist, dass der Besitz einer entsprechenden Trainerlizenz völlig überbewertet wird.
Abschließend wurde noch der Spieler des Tages gewählt, welcher natürlich nur Frodo Beutlin heißen konnte und mit dem Titel „Herr der Dinge“ gekürt wurde. Der Mann ist zugleich Hirn, Herz und Hintern der Wikinger – warum?
Hier ein kleiner, wahrscheinlich unvollständiger Auszug aus seinem Portfolio vom Samstag.
Um 13.00 Uhr begab er sich als Erster in die Halle, um das Netz aufzubauen und alles Übrige vorzubereiten. Schon hier gab es Schwierigkeiten, da man ihm hinterrücks Ball- und Netztasche aus der Halle entwendete. Polizist Beutlin (immer im Dienst) kombinierte eiskalt und sein erster Verdacht die späteren Gegner vom KTV könnten dahinter stecken erhärtete sich. Mittelsmann Pelny musste die Sachen roymütig wieder in die Halle bringen. Im ersten Spiel gegen Strande wechselte er sich selbstlos für den am Aufschlag schwächelnden Vogt ein um seinen Jungs in dieser schweren Zeit beizustehen. Im nächsten Satz gelang es ihm in 14 Minuten, Ersatz für die von Sußner zerstörte Antenne aus seiner Wohnung zu besorgen, und stellte damit einen Rekord auf, der selbst für Notarztwagen mit Blaulicht schwer zu toppen sein dürfte.
Schließlich gab er im Derby gegen KTV als Zuspieler den Ton an und behielt auch in kniffligen Situationen die Ruhe. Immer wieder verblüffte er den gegnerischen Block als er nicht wie sonst quer über den Acker über Kopf stellte, sondern den kurzen direkten Weg zu seinen Mitspielern fand.
Kurz und knapp eine Eins mit Sternchen in einer Wikingermannschaft in Höchstform.

P.S. Herzlichen Dank an unsere zahlreichen Fans vor allem von den zweiten Damen.

Allen Volleyballern ein schönes Fest und ein glückliches und gesundes Jahr !
Euer DOC Schreiber

Wikinger im Weihnachtsrausch!
07.12.2011
Schon von weitem glänzte die schöne Hansestadt Lübeck im Lichtschein der sage und schreibe sieben Weihnachtsmärkte. Einer schöner als der andere und nicht zu vergleichen mit den Kieler Bretterbuden in der Holstenstraße. Selbst die Halle roch nach gebrannten Mandeln – es waren wirklich welche da. Selbstzubereitet und köstlich veredelten sie das reichhaltige Büfett der Lübecker. Nur die Punkte mussten noch ausgepackt werden – aber jetzt mal von vorne.
Während die Autofahrt in die Altstadt Lübecks noch einigermaßen erfolgreich war, gestaltete sich die Parkplatzsuche zu einem Desaster. Lübbe ohne gültigen Parkschein noch halbwegs regelkonform auf einem Stellplatz, patzte Schreiber vollends und musste seinen Boliden in einer Blumenrabatte abstellen (gut das Frodo nicht mehr an Bord war). In der Halle des Johanneums dann erst mal eine Enttäuschung, kalt und mit schummrigen Licht sorgte diese nicht gerade für Begeisterungsstürme bei den Recken. Also liebe Lübecker: In der nächsten Saison ist wieder die ehrwürdige Hauptturnhalle angesagt, wenn ihr wieder mitmachen wollt.
Zum Spiel selbst ist diesmal nicht allzu viel zu schreiben, denn LT war nach der ersten Partie gegen KTV (2:3) doch ein wenig fertig mit den Nerven und wirkte ein wenig ausgelutscht. Zudem musste ein starker Mittelblocker (Date in Hamburg) und Angriffsstar Schlicht (fertig mit der Schicht) ersetzt werden, was zunächst auch gut klappte. Vor allem die beiden Mittelblocker Vitali und Holst waren vom WSV Block nicht in den Griff zu bekommen und sorgten als Alleinunterhalter für ein lange Zeit offenes Match.
Satz: bis zum 18:18 ausgeglichen – dann starteten die Wikinger den Turbo und siegten mit druckvollen Aufschlägen zu 20

  1. Satz: bis zum Satzende knappe Führung, bis plötzlich nach einigen Schusseligkeiten der Recken die Lübecker ihren ersten Satzball hatten – mit Glück abgewehrt und zu 26 gewonnen (souverän ist anders)
  2. Satz: Start verschlafen, Winkler eingewechselt, dann Sieg (25:18)
Nach dem Spiel wurden noch schnell die beiden MVP gewählt (Es waren diesmal die beiden Zuspieler. Vogt auf Seiten der Wikinger und Jürgen bei den Hansestädtern –vielleicht die beiden besten ihres Faches in der Liga?!) und auf die Herbstmeisterschaft angestoßen.

Wikinger in der ehrlichen Einzelkritik:
- Gennermann
machte wenig Fehler und war immer bereit für Hinterfeldattacken.
Jungvater Girolami machte schöne Punkte im Schnellangriff durch die Mitte und brachte sogar einige halbwegs gefährliche Angaben zu Stande.
- Hoffmann kam im Laufe der Partie für Girolami und präsentierte überraschenderweise auch einige sehenswerte Aufschläge. Im Zusammenspiel mit Vogt läuft es von Spiel zu Spiel besser und der junge Werder-Fan konnte so seine stattliche Abschlaghöhe nutzen.


-Malte Jarr glänzte wiederholt am heimischen Herd, als er mal wieder die gesamte Mannschaft zum Abendmahl bekochte. Ach ja, im Recken Trikot machte er auch eine gute Figur aber mit Schürze – einfach herrlich.


- Lübbe sorgte mit fachkundiger weiblicher Fanbegleitung nicht nur bei seinen Mannschaftskollegen für zusätzliche Motivationsschübe, sondern gerade bei sich selbst bei bisher noch nie da gewesener Abwehrartistik. Er hechtete in der Abwehr übers Feld wie Dagobert Duck ins Talerbad empfahl sich auch im Angesicht seiner vorzüglichen Annahmequalitäten als Libero in spe.


- Schreiber
wechselte von der Bank mal wieder virtuos und goldrichtig und ganz wichtig zu aller Erleichterung sich selbst nicht ein.
- Libero Steinmetz überzeugte auf dem Feld nicht nur mit einer Bombenannahme, er entwickelt sich auch immer mehr zum ruhenden Pol der Mannschaft, gerade wenn mancher bei einem knappen Spielstand noch aufgeregt herumkrakelt.


- Unglaublich was der frische Papi Sußner noch so alles leisten kann. Bei seiner Einwechslung für Jarr schlidderte der WSV zwar um Haaresbreite an einer Zeitspielverwarnung vorbei, da es eine halbe Ewigkeit dauerte, bis er sich zum Wechselraum „bewegte“ und auch bei seinen ersten Schritten auf seine Angriffsposition 4 wirkte er geschmeidig wie ein Eisbär nach dem Winterschlaf, doch gleich beim folgenden Angriff zeigte er seine ganze Routine und verwandelte eiskalt.


- Beutlin
wurde immer am Ende der Sätze zum Aufschlag gebracht und löste diese nervlich schwierige Aufgabe mit Bravour.
- Winkler wurde Mitte des letzten Satzes für Gennermann gebracht und führte die Wikinger mit seiner für ihn typischen Gelassenheit zum Sieg. Kurz vor Ende zündete er noch einmal eine seiner gefürchteten Sprungangaben. Das Teil erreichte Schallgeschwindigkeit und war wirklich nur eine Winzigkeit im Aus.


- Vogt mit großer Leistung lenkte das Spiel mit viel Bedacht. Nur kurzzeitig kollabierte er beinahe vor Zorn als Lübbe zum zehnten Mal vergas den gegnerischen Mittelangreifer mit zu blocken. Sonst gab er umsichtig viele Tipps ans gesamte Team und zeigte beinahe fürsorglich Diagonalspieler Gennermann das kleine 1 X 1 des Blockspiels. Trotz allen Lobgesanges zu seiner Leistung, leistete er sich nach dem Spiel doch einen groben Lapsus, als er seinem Kapitän versuchte alkoholfreies Bier einzuflössen. Da ihm dieser Versuch auch noch überraschenderweise gelang, muss er mit einer harten Bestrafung rechnen. Die letzten vier Saisonspiele wird er wahrscheinlich vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden und kann über seine Späße nachdenken. Eine harte aber angemessene Maßregelung.


- Wurl
im Block bei eins zu eins Situationen manchmal unglücklich, war im Angriff mal wieder eine Macht und schoss aus allen Rohren.

Abends bei Jarr gab es dann für alle Anwesenden richtiges Bier und natürlich lecker Pasta.
In den letzten Spielen der Hinrunde warten die Strander und das Sensationsteam KTV 2 auf die Recken – wir freuen uns schon.

Reinhaun euer DOC Schreiber

Wikinger punkten überall!

12.11.2011
Nicht nur in der Verbandsliga läuft es perfekt für die Recken, auch im Kreißsaal wird diese Saison fleißig gepunktet und mit Elias Palm, Feline Girolami und Tjare Sußner sogar schon der erste Dreier eingefahren. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten. Am Wochenende sollte dann auch mal endlich in Adelby der Knoten platzen - aber dazu später mehr.
Vor dem Spiel gegen die Flensfreunde hatten die Verantwortlichen des Wiker SV die Qual der Wahl, denn mit 16 heißen Recken waren es doch vier zu viel. Wurl (Fieberwahn), und Gunnarson (Knöchel nach Turnversuchen) eliminierten sich schon im Vorfeld mehr oder weniger selber. Bei Sußner und Girolami, beide übrigens in der Form ihres Lebens, musste Kapitän Schreiber tätig werden und befreite sie Kraft Amtes von der Spielpflicht – vielleicht auch um ihren Familienfrieden zu stärken. Beide waren zwar ein wenig enttäuscht, aber dafür lockt beim nächsten Spiel eine fette Herdprämie.
Im ersten Spiel Adelby vs. Ecktown konnten die Fördestädter zunächst eingehend studiert werden. Die Mitten brandgefährlich über Außen und Diagonal überschaubar – so lautete das Fazit der Spielbeobachtung und es wurde die Devise ausgegeben die Adelbyer mit gefährlichen Aufschlägen unter Druck zu setzen, um deren Schnellangriffe zu verhindern. Mit Naumann, Lang, Beutlin, Gennermann, Palm, Schreiber und Steinmetz als Libero wurde zu Beginn ein noch nie da gewesenes Startteam aufgestellt. Der Gegner schien ebenfalls etwas ausprobieren zu wollen und ließ den im ersten Spiel überragenden Libero Hannes Vahldiek auf der Bank sitzen. Auf der Außenbahn und auf der angesprochenen Liberoposition brachten sie überraschenderweise zwei hoffnungsvolle Jungtalente. Hatte Adelby etwa im Angesicht der hervorragenden Wiker Tabellenposition das Spiel schon vorher abgeschenkt? Natürlich nicht und das bekamen die Recken, um Spielertrainer Beutlin gleich von Beginn an zu spüren. Die gewaltigen Angriffsattacken der Flensburger konnten vom Wiker Block und schon gar nicht von der Abwehr entschärft werden und man geriet zu Satzmitte gleich einmal in Bedrängnis. Erst Schreiber konnte mit einer kleinen Angabenserie aus einem 10:13 ein 20:13 für den WSV machen. Der erste Abschnitt wurde zwar zu 15 gewonnen, aber schon hier merkte man, dass vor allem die Pässe auf die Vier eine unglaubliche Streuung aufwiesen. Lag es am bunten Spielgerät, der hellen Halle oder mangelnder Absprache zwischen Passgeber und Empfänger - man weis es nicht. Im nächsten Satz, die Adelbyer fanden jetzt immer besser ins Spiel und waren über die Mitte so gut wie nicht mehr in den Griff zu bekommen, traten die oben genannten Ungereimtheiten immer stärker zu Tage. Erst die Einwechslung von Vogt zum Aufschlag beim unerfreulichen 20:23 Rückstand brachte die etwas glückliche Wendung. Er zirkelte vier Floater in die gegnerische Feldperipherie, die beinahe schon Bundesliganiveau hatten. Im dritten Satz halfen aber kein Aufschlagwunder und kein Beten. Zu 22 wurde der Satz verloren, obwohl mit Winkler und Vogt erneut zwei Aufschlagexperten eingewechselt wurden. Im vierten Durchgang wurde noch mal ganz neu aufgestellt. Winkler für Gennermann, Lübbe für Naumann, Jarr für Lang, Hoffmann für Palm und Vogt für Frodo – nur Schreiber wurde ganz vergessen von der Platte zu nehmen. Vogt dirigierte das Spiel sogleich nach Belieben und suchte mit schnellen Pässen immer wieder Lübbe und Jarr, welche mit Köpfchen und Wumms vollstreckten. Holtmann und Maaß auf Adelbyer Seite hielten zwar zeitweise mit wuchtigen Sprungaufschlägen dagegen, doch machte sich am Ende der Kräfteverschleiß deutlich bemerkbar. Zu 13 wurde der letzte Satz und damit auch das Spiel verdient gewonnen.
Nun ist man Siege in letzter Zeit ja schon gewohnt, wenn auch dieser hart erarbeitet war, doch war vor allem Neuzugang Vogt vom Feiervermögen der Recken nach den vorangegangenen Matches stark enttäuscht. Gerade ihm als Bierwart viel auf, dass das Trinkvermögen – nein wohl doch eher die Trinkbereitschaft deutlich zu wünschen übrig ließen. Da wurde bei vergangenen Siegen z.B. beim überragenden Sieg gegen KTV Erfrischungsgetränke gereicht und man wollte zünftig anstoßen, da hörte man doch tatsächlich Sätze wie:

- is noch Green Lemon da oder
- gibs auch Malzbier oder
- hat das Alkoholfreie auch wirklich 0% oder gar
- wer teilt sich mit mir ein Kleines

Fürchterliche Szenen spielten sich da teilweise ab – ja sogar halbvolle Kisten mussten nach einem Doppelspieltag schmachvoll aus der Halle heimlich nach Hause transportiert werden. Bei einem Spieltag gab es sogar mal eine Kiste da war so gut wie gar kein Bier drin, sondern nur widerwärtige Mixgetränke.
In Flensburg platzte der Knoten aber endlich. In der Kabine wurde konzentriert gearbeitet und auch in der Dusche wurde endlich mal wieder gesungen – herrlich war das. Unter der Brause präsentierte sich mal wieder der stimmgewaltige Palm von seiner besten Seite und schmetterte was das Zeug hielt.
Auch konnte auf der Rückreise nach Kiel endlich mal wieder Rast gemacht werden. Nicht etwa, weil man sich irgendein Fastfoodmist reinziehen musste, sondern weil dringend Druck abgelassen werden musste.
Bei der Rezension im Oblomow wurden das Spiel und vor allem die eigene Leistung noch einmal objektiv und fachkundig bewertet und festgestellt, dass in den gespielten Partien immer fleißig gewechselt werden konnte, ohne das es zu einem Leistungsabfall kam.
Der Slogan „Ein Team“ ist bei den Wikingern nicht nur eine leere Hülse sondern Programm.

Prost ruft laut der Schreiber Doc

P.S.
Wenn 3 Wikingerbabies in der Hinserie (in Fachkreisen Wurfhattrick) das Licht der Welt erblicken, werden jetzt die Bäuche der übrigen Spielerfrauen um so genauer inspiziert und es laufen sogar schon Wetten, wer die Nächste sein könnte.: )

Wikinger festigen Tabellenführung!

07.11.2011
In ungewohnten Tabellengefilden bewegen sich die Mannen um Spielertrainer Beutlin in der Frühphase der Saison. Mit dem PSV Eutin lauerte aber ein ganz schwerer Brocken. Selten hat man solch eine schlagkräftige Truppe als Aufsteiger in der Verbandsliga gesehen. Die Wiker waren auf jeden Fall gewarnt, hatte es doch beim hauseigenen Vorbereitungsturnier eine deftige Niederlage gegen die Jugendtruppe gegeben.
Mit Vogt, Winkler, Gennermann, Wurl, Schreiber, Lübbe und Steinmetz wurde deshalb auch gleich ein bombenstarkes Team auf die Platte geschickt. Vom ersten Punkt an war klar, dass es keinen Punkt geschenkt geben würde. Bestens eingestellt vom Trainergespann Friedrichsen/Krisbien wussten die Eutiner hauptsächlich im Aufschlag und im Angriff zu gefallen. Satz eins wurde aber mit etwas Glück vom WSV zu 22 gewonnen. Im zweiten Durchgang kam der Gegner immer besser in die Partie und stellte die WSV Angreifer mit ihrem gut postierten Block vor eine unlösbare Aufgabe. Zu 17 ging der Satz an die Jungspunde und Kapitän Schreiber brachte mit Girolami und Jarr, die mit der Brechstange schon im Sandkasten spielten, deutlich mehr Schub in den Angriff. Zu 15 ging der Satz an die Recken. Auch im vierten Abschnitt ging es gleich gut los bis in der Mitte des Satzes der Annahmeriegel kollabierte. Zuspieler Vogt sprintete was das Zeug hielt und stellte sogar einige Pässe im Hechtbagger – vergebens. Zwar konnte der für Vogt eingewechselte Frodo seine Truppe mit klugen taktischen Anweisungen in seiner gewohnt ruhigen Art zu mehr Leistung motivieren, doch reichte es nur noch für eine leichte Ergebniskosmetik. Im fünften Satz durfte Vogt dann wieder die Regie übernehmen. Jetzt kam aber der große Auftritt von Leseratte Lübbe, der mit seinen gefürchteten Sprungflatteraufschlägen 7 Punkte am Stück machte. Eutin fightete zwar tapfer bis zum Ende dagegen doch bei einer 8:1 Führung im letzten Satz, machen die Wikinger den Beutel zu – so ist das eben. Abschließend muss gesagt werden, dass man über den knappen Auswärtserfolg sehr froh sein kann, denn Eutin hatte den Sieg nach dieser Bombenleistung ebenfalls verdient gehabt.
Das Projekt des Trainergespanns Friedrichsen/Krispin hat schon jetzt innerhalb nur weniger Jahre Großes erreicht und eine komplette leistungsstarke Mannschaft auf die Beine gestellt, in der es keine egoistischen Individualisten zu geben scheint. Hier stimmt das Gesamtpaket aus jugendlicher Unbekümmertheit und Angriffspower, gepaart mit der Erfahrung des Trainergespanns und der Routine von Ex-Adler Spieler Barth, der noch immer heiß wie Fritten Fett ist und den Jungs so richtig Dampf macht.
Bravo und weiter so aus Kiel wünscht euch und allen andern Volleyballern der Schreiber DOC

Vogt rettet Wikinger!

30.10.2011

Gegen Husums „Stützpunktauswahl“ sollten die nächsten Punkte auf das Haben Konto verbucht werden. Nur auf Libero Steinmetz (Jet-lag), Wurl (Knie, Rücken, Hüfte), Naumann (Studium) und Gunnarson (Trainingsrückstand) musste verzichtet werden. Die Husumer konnten nach langem Hin und Her nun doch eine halbwegs funktionsfähige Mannschaft nach Kiel entsenden und betraten die Halle etwas verspätet mit einer Horde wahrscheinlich sehr talentierter Jungstars.
Mit voller Konzentration sollte diese unangenehme Aufgabe gegen Husum angegangen werden, denn wenn man schon spielt, sollte man die Sache auch ernst nehmen und keine Gefangenen machen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, stellte Kapitän Schreiber mit Girolami und Hoffmann über die Mitte, Lübbe und Jarr auf Außen, Gennermann (Diagonal) und Beutlin (Zuspiel) eine schlagkräftige Truppe auf das Parkett. Jarr legte gleich von Beginn an los wie die Feuerwehr und überzeugte vor allem mit einer super Annahmeleistung und empfahl sich somit für höhere Aufgaben. Man merkte es der Mannschaft von Beginn an an, dass man sich als Tabellenführer keine Blöße geben wollte und Zuspieler Beutlin gab seinen Pässen eine ordentliche Geschwindigkeit mit auf den Weg. Der Gegner hielt aber überraschenderweise das ganze Match recht ordentlich mit, hatte er doch mit Brar und Tove zwei sehr gute Regionalligaspieler in seinen Reihen. Der erste Satz ging aber deutlich an die Wikinger und in den folgenden Sätzen konnte wieder beinahe die komplette Bank der Recken eingewechselt werden, so dass alle ihren Spaß hatten. Spannendes gab es im weiteren Spielverlauf nicht zu vermelden, obwohl der Gegner sich aus Leibeskräften wehrte. Und so hatte dieses Spiel auch für die Wikinger einen gewissen Trainingseffekt. 25:11, 25:19 und 25:13 hieß es schlussendlich für den WSV und es konnte ein kleines Belohnungsbier genommen werden.
Doch oh Graus – niemand hatte an Erfrischungsgetränke gedacht. Der Super Gau für einen jeden Wikinger war eingetreten – man saß tatsächlich auf dem Trockenen. Schreiber zögerte keine Sekunde und ernannte den quirligen Ersatzzuspieler Vogt kurzerhand zum Beauftragten in Hopfenangelegenheiten. Vogt heute im dritten Satz mit einer bundesligareifen Leistung zauberte innerhalb von 12 Minuten eine köstliche Kiste in die Halle und damit gleichzeitig ein Lächeln in alle Wikingergesichter. Wenn es gerade um Lobgesänge geht, dann darf man natürlich nicht Neuzugang Gennermann vergessen, der angefeuert durch seine gesamte von weit her angereiste Familie, bei den Recken mehr und mehr zum Leistungsträger wird. Er ist ein Paradebeispiel für einen trainingseifrigen talentierten Volleyballer, der es mit gezielter Ernährung und ohne Nikotin und sonstigen Quatsch in kurzer Zeit beim Studium und Sport zu beachtlichen Leistungen gebracht hat. Auch Jungspund Lübbe zeigt diese Saison erstklassige Leistungen, doch leistete er sich nach seiner Auswechselung im zweiten Satz einen dicken Lapsus, als er auf der Bank von den Verantwortlichen des Wiker SVs beim aufmerksamen Schmökern in einem Magazin erwischt wurde. Die Zeitschrift wurde kurzerhand eingezogen und er kam mit einer Ermahnung davon.
Sogar für Schreiber endete der Tag versöhnlich. Er wurde zwar wegen schlapper Trainingsleistung als einziger nicht eingewechselt, doch konnte er bei der anschließenden Volleyball-Party des KTV II beim Beer Pong an der Seite des legendären KTV`ers Axel Meyers überzeugen. An dieser Stelle muss noch einmal dem KTV für die beste Volleyballparty der letzten Jahre gedankt werden. Schnick-Schnack-Schnuck-Meisterschaften mit 64iger Baum und Double-Elimination-System und ein parallel laufendes Beer Pong Turnier unter Profi Bedingungen mit gleichzeitiger famoser Dance Session auf die Beine zu Stellen ist aller Ehren wert und wird beim nächsten Mal für alle Wikinger zur Pflichtveranstaltung.
Im zweiten Spiel verfrühstückten die Rangenberger die Jugendauswahl aus Husum, die nach dem ersten Satz auch noch auf die gut aufgelegten Brar und Tove verzichten mussten. Letztgenannte sollten noch schnell zu einem Regionalligaeinsatz nach Oststeinbeck gefahren werden. Ob das schlau war? Die TGR war aus pädagogischen Gründen so sozial den Nachwuchstalenten einige Punkte zu überlassen und spielte mit angezogener Handbremse, ohne überheblich zu werden.
An dieser Stelle sollten sich die Verantwortlichen des SHVVs und Husums mal an einen Tisch setzen und noch einmal über den Sinn und Unsinn des Auflaufens einer solchen „Stützpunktmannschaft“ in der Verbandsliga diskutieren. Die Teilnahme einer solchen Mannschaft, die teils mit einer fast kompletten sehr leistungsstarken Regionalligamannschaft, teils mit einer Truppe aus sehr jungen bestimmt auch talentierten Spielern aufläuft, ist im hohen Maße wettbewerbsverzehrend und dürfte für große Verärgerung bei den benachteiligten Teams sorgen.
Der SHVV und Husum sollten in einer ruhigen Stunde die Vor- und Nachteile einer weiteren Teilnahme diese Mannschaft am Spielbetrieb erörtern und dabei auch immer im Blick haben, dass man Jugendspieler auch die Motivation am Sport nehmen kann, wenn sie wie gegen die TGR auseinander genommen werden.
Vielleicht wäre eine Teilnahme bis zur Saisonhälfte ein für alle Beteiligten gütlicher Kompromiss???
Eine spaßige und verletzungsfreie Saison wünscht allen Volleyballer der Schreiber DOC

WSV gegen TG Rangenberg

09.10..2011

Im zweiten Match des Tages lauerten die sieggewohnten Rangenberger als Gegner, welche überraschenderweise zu Beginn der Saison im Tabellenkeller zu finden sind. Mit der besten Mannschaft waren sie in die Gellertstraße gereist, um die ersten Punkte der Saison einfahren. Auch der WSV war natürlich bis in die Haarspitzen motiviert, hatten man doch in vergangenen Spielzeiten gegen die groß gewachsene Truppe aus der Hansestadt regelmäßig auf die Kappe bekommen.
Winkler, Beutlin, Jarr, Naumann, Wurl und Hoffmann bildeten die Startsechs. Das Fehlen des Liberos Steinmetz sollte durch eine angetäuschte Viererkette, organisiert vom erfahrenen Wurl, kompensiert werden. Sah von Außen eher wie eine homöopathische Raumdeckung aus und hatte mit einem funktionierenden Annahmeriegel auch wenig gemein. Ruck zuck ging der erste Satz zu 20 an die TGR und Kapitän Schreiber musste das Team erst mal neu formieren. Vogt für Beutlin im Zuspiel, Girolami für Hoffmann, Gennermann für Winkler auf Diagonal und für eine bessere Annahme Sußner und Lübbe für Jarr und Naumann – so sollte es klappen, und wie es klappte. Neuling Vogt nahm das Ruder von der ersten Minute an in die Hand und verteilte, die jetzt deutlich bessere Annahme virtuos auf alle möglichen Positionen. Der ausgewechselte Spielertrainer Frodo Beutlin (erneut mit einer super Leistung am heutigen Spieltag) sah das mit Erleichterung, tigerte aber trotzdem in seiner Funktion als Trainer unruhig an der Seitenlinie hin und her. Erinnerte ein wenig an einen hungrigen Wolf kurz vor der Fütterung. Zu 13 wurde der zweite Durchgang gewonnen und somit der Satzausgleich geschafft. Der WSV hatte jetzt das Match voll im Griff und es konnten im weiteren Verlaufe Winkler, Naumann und zum Schluss auch Hoffmann wieder eingewechselt werden, ohne dass die Qualität des Wiker Spiels merkbar abnahm. Auch Lang im Außenangriff bekam immer wieder seine Spielanteile und nutze seine Chancen nahe zu 100%. 25 zu 18 und 25 zu 22 siegten die Wikinger schlussendlich hoch verdient, in einem hochklassigen Verbandsligafight. 6 zu 0 Punkte zum Saisonbeginn – was für ein Start in die neue Spielzeit.
In allen drei Spielen konnte im fleißig gewechselt werden, was für die Ausgeglichenheit des Wiker Kaders spricht. Am 22.10. heißt der Gegner Husum II. Letztes Jahr gab es gegen die Husumer immer nur kostenlose Lehrstunden. Mal sehen wie es dieses Mal läuft.

Es freut sich schon euer DOC Schreiber

Wikinger schonungslos!

06.10..2011

Eckernförde und Rangenberg waren am zweiten Spieltag zu Gast beim Wiker SV. In Bestbesetzung wurden die Angstgegner der letzten Saison mit gebührendem Respekt empfangen. Nur Libero Steinmetz wurde schmerzhaft vermisst – aber dazu später.
Über das erste Spiel gegen Eckernförde muss man gar nicht viel schreiben. Beim Boxen sagt man: „Ruck, zuck ist die Fresse dick!“ So, oder ähnlich wurden die indisponierten Gäste nach drei schnellen Sätzen zum Duschen geschickt und die Punkte eingesammelt (3:0; 25:11, 25:21, 25:12). Anstatt eines ausführlichen Spielberichts, deshalb an dieser Stelle eine kurze Vorstellung aller wackeren Recken der Saison 2011/12.

Beutlin, Frodo; Spielertrainer, Manager, Motivationswunder, Perspektivschiedsrichter, Zuspieler
Wichtigster Mann im Reckenboot, ohne den der Kahn schon längst abgesoffen wäre. Hat jetzt mit Vogt endlich mal eine angemessene Konkurrenz auf seiner Position und wird seine Leistung deshalb steigern.

Gennermann, Markus; Assistent des Assistenzarztes, Außenangriff / Diagonal
Einer der hoffnungsvollen Neuzugänge mit Potential. Durchtrainiert und sprunggewaltig – so präsentierte er sich bei den ersten Begegnungen. In der Annahme noch etwas wackelig, zeigte er im Block dem Gegner, meist im Zusammenspiel mit Wurl, die dunkle Seite der Macht.

Girolami, Guido; Mannschaftsarzt, Mittelblock / Diagonal
Roter Haarschopf, kräftiger Körperbau und einen höllenmäßigen Bartwuchs – beste Voraussetzungen für einen neuen Recken im WSV-Boot. Er ist einer der wenigen Spieler mit internationaler Erfahrung (Schweiz / div. Clubs im Ruhrpott) und bewies im Vorbereitungsturnier in Bremen schon seine guten Blockqualitäten. Guido zeigte aber unübersehbare Schwächen in der Trinkfestigkeit. So geht das nicht. Hier wartet auf ihn noch eine Menge Arbeit, um zum Team aufzuschließen.

Hoffmann, Jasper; Mittelblock
Kommt zu allen Heimspielen mit einer ungeheuren Portion Zwiebelmett und erfreut damit alle Mitspieler und Gäste – weniger vielleicht seine Freundin. Jasper ist mit seinen zwei Metern der längste Mann der Recken und hat einfach immer gute Laune, selbst wenn er im Training zum zehnten Mal von Frodo zur Sau gemacht wurde.
So ist Jasper eben, schlägt gut, blockt gut, kommt gut.

Jarr, Malte; Getränkewart, Außenangriff
Malte bringt nicht nur internationalen Glanz in die WSV-Halle (spielte einige Jahre in Paris), sondern bei seinen feinen Partys nach den Spieltagen auch viel für den mannschaftsübergreifenden Vereinszusammenhalt (Kuschelfaktor). Er ist auch beinahe der einzige der Recken, der sich traut Frodo für das Zuspiel einige kostenlose Techniktricks zu geben. Die Dankbarkeit Frodos hält sich zwar in engen Grenzen, doch lässt sich ein Jarr niemals entmutigen und glaubt immer an das Gute im Menschen.

Lang, Tommy; Sponsoring, Außenangriff
Ohne Tommys wertvollen Kontakte zur Wirtschaftskanzlei WIKA, würden die Wikinger doch so ziemlich nackt auf dem Acker stehen. Er ist ein mannschaftsdienlicher Kümmerer, dem die Mannschaft ihren edlen Zwirn zu verdanken hat. Seine Angriffsschläge sind durch seine ausgefuchste oder auch unorthodoxe Technik kaum zu lesen, und deshalb auch schlecht zu verteidigen.

Lübbe, Max; Außenangriff
Entwickelt sich in dieser Saison vom efant terribel zum Musterschüler. Immer pünktlich beim Training und den Spieltagen, höflich zu den Alten und neuerdings auch mit Intellektuellenbrille ist er mittlerweile beim WSV eine feste Größe. Annahme und Angriffe aus auswegloser Lage waren schon immer seine Stärken, zeigt er nun, beflügelt durch die bodengewandten Vogt, Wurl und Gennermann, auch den einen oder anderen feinen Abwehrhecht. Jetzt muss er nur noch dieses ungesunde Rauchen aufgeben.

Naumann, Sascha; Fanbetreuung, Außenangriff
Wenn seine Schulter gesund ist, dann brennt der Baum und Versuche seiner fürchterlichen Schläge abzuwehren werden schon mal mit einem zünftigen Knockout bestraft. Sein anfälliger Körper hält diese Saison hoffentlich ein wenig länger. In der Betreuung der weiblichen Fans ist er nach Burbas Wechsel zum VTK nunmehr auf sich alleine gestellt. Ersatz ist nicht in Sicht, denn die Mannschaftskollegen haben alle Charakterköpfe. Kopf hoch – du packst das.

Palm, Philipp; Motivationsmaschine, Mittelblock
Philipp macht auf dem Feld immer positive Stimmung und sogar auch wenn er wegen Personalüberschuss mal auf der Bank Platz nehmen muss. Durch Nachwuchs und Dienst bei der Marine ist er leider diese Saison nicht immer an Bord – aber im Herzen immer dabei.

Gunnarson; Diagonal
Unser Beachspezialist liegt in den Endzügen seines ersten Staatsexamens und muss gerade (oder immer noch) für die verflixte Turnprüfung trainieren. Deshalb volleyballtechnisch nur halbe Kraft, sonst aber BOMBE.

Schreiber, Heiko; Kapitän, Mittelblock
Seine Zeit ist schon lange abgelaufen. Seine Spezialität ist das Catering bei Heimspielen und das Organisieren von Mannschaftsevents.

Steinmetz, Simon; Libero
Unser Workaholic im Team vermag es trotz Familie und leistungsmäßig betriebenen Triathlon nicht nur bei den Recken als bester Abwehr- und Annahmespieler seinen Mann zu stehen, nein er klettert auch die Karriereleiter im Beruf im Höchsttempo nach oben. Mit Bravour leitet er als neuer Direktor eine Schule in Ecktown und dürfte wohl nach der nächsten Landtagswahl mit dem passendem Parteibuch Eckhard Klug als Bildungsminister ablösen.

Sußner, Thorsten; Außenangriff
Sußner bildet zusammen mit Palm und Jarr das Team im Team. Es gibt wohl kaum einen niveauvollen Aktionfilm den sich das DVD-Dreigestirn noch nicht rein gepfiffen hat. Auf dem Feld lässt er aber nie den Rambo raushängen, sondern spielt meist hart an der Grenze zum guten Geschmack die Kugel in die weiten Räume des gegnerischen Feldes.

Vogt, Nicolai; Mannschaftsarztassistent, Zuspieler
Den aufmerksamen Fans des WSV dürfte bei diesem Namen ein Lichtlein aufgehen. Denn vor langer, langer Zeit (ca. 12 Jahre) spielte er schon einmal, damals noch unter seinem Jungennamen Wayne Pritschky, zusammen mit Papa Vogtson für die Recken. Jetzt nach mehreren Vereinswechseln und im besten Volleyballalter dürfte er für die Wikinger eine Verstärkung darstellen und Spielertrainer Frodo im Zuspiel das ein oder andere Mal entlasten.

Winkler, Volker; Diagonal
Winkler erlebt zurzeit seinen zweiten oder dritten Frühling. Gänzlich austrainiert haut er beim Training und bei den ersten Spielen auf den Ball, als ob es kein morgen geben würde. Er wird nach Beendigung seiner Diplomprüfung hoffentlich dem WSV erhalten bleiben und einen angemessenen Job in der Nähe von Kiel finden, denn Volker ist einer der wenigen Wikinger, die auch außerhalb der Mannschaft und sogar beim Gegner beliebt sind. Volker ist ein absoluter Sympathieträger, der sich auch nicht zu schade ist nach dem Spiel mit den Unterlegenen ein Bier zu trinken und noch ein paar Gratistipps zu verteilen.

Wurl, Jan-Peter; Jungbrunnen, Mittelblock
Auch Wurl trug vor einigen Spielzeiten schon einmal die Vereinsfarben des Wiker SV. Damals leider noch mit schmalem Erfolg, denn die Pässe der ehrwürdigen Altrecken Vogtson und Kleinzuspiel korrespondierten meist nur unzureichend mit seiner Abschlaghöhe. Wurl wie Wein, je älter desto wertvoller, denn mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Regionalliga hat er im Training schon mit einigen unbezahlbaren Tipps von sich hören lassen. „Augen auf beim Block und im Angriff, bei Abwehrstellung in die Knie gehen (in beide) und beim Aufschlag den Daumen eng an den Zeigefinger pressen.“ Wahnsinn, für einige Recken eröffnen sich ganz neue Volleyballwelten.

Ach, ja und nicht zu vergessen sind unsere Trainingsgäste, die quasi schon fast zum Team zu zählen sind Matze und Tamme.

Einzig unser hoffnungsvoller Jungstar und Publikumsliebling Pauli Burba verließ die Schwarz-Gelben, um beim VTK in der Regionalliga oder 2. Bundesliga sein Talent zu zeigen. Auf diesem Wege von allen Wikingern noch einmal alles Gute - wir sind stolz auf dich.

An dieser Stelle danken alle Recken den Verantwortlichen der Wirtschaftskanzlei WIKA.

Spielbericht: WSV : TG Rangenberg folgt in Kürze. Kann nicht mehr. Haben einfach zu viele Spieler.

Reinhaun euer DOC Schreiber

WSV mit gelungenem Saisonauftakt!

27.09.2011

Gleich im ersten Spiel der neuen Saison stand das Lokalderby gegen die erste Mannschaft des KTV auf dem Programm. Konnten die Wikinger nahezu in Bestbesetzung antreten (nur Palm, Lang, Gunnarson, Hoffmann und Vogt waren verhindert.), war der KTV doch auf einigen Positionen recht dünn besetzt. In der Startformation sollten die etablierten Leistungsträger Beutlin, Winkler, Jarr, Lübbe und Schreiber Mannschaftsneuling Wurl an die Hand nehmen und ihn behutsam an höchstes Verbandsliganiveau heranführen. Gleich zu Beginn der Partie zeigte sich große Nervosität auf beiden Seiten. Zuspieler Beutlin hechtete den zu 90 % vergurkten Annahmen hinterher und konnte anfangs nur die Außenpositionen bedienen. Selbst einfachste „Danke-Bälle“ wurden nur selten unfallfrei nach vorne gebracht. So mussten die Wiker gleich zu Beginn einem Punkterückstand hinterherlaufen. Glücklicherweise konnten die Zastrower um ihren Zuspieler Hehemann, daraus wenig Profit schlagen, da ihnen fast genau so viele Fehler unterliefen. Auf Wiker Seite zeigte sich das Anfangschaos am deutlichsten an Youngster Lübbe, der zwar erstmals pünktlich zum Spiel erschien, aber durch seine Taktik: „Früh ins Bett und mit klarem Kopf zum Spiel.“ Wohl ein wenig zu viel Energie getankt hatte. Er erlegte nicht nur seinen eigenen Kapitän Schreiber bei einer hektischen Blockaktion in der Luft, welcher dann am Boden liegend erst jenseits der Mittellinie inmitten von KTV Spielern wieder zu Besinnung kam. Nein, er hatte kurz danach sogar noch Kraft dem verdutzten KTV Steller bei einer ganz normalen Zuspielaktion auf die Finger zu dreschen. Letztgenannter musste dann erst mal zum Kühlen aus dem Spiel genommen werden. KTV-Urgestein Köhler musste vorübergehend aufs Feld geschoben werden.
An dieser Stelle muss lobend der Strander Schiri Wieland erwähnt werden, der mit seiner gewohnt ausgeglichenen Art, beruhigend auf das Spiel einwirkte.
Diese letzte doch etwas brutale Aktion von Lübbe brachte den Recken einen deutlichen Vorteil. Zwar gingen die Punkte nach Lübbes wilden Kamikaze-Aktionen gerechterweise an den Gegner, doch waren die Zastrower angesichts solcher Brutalität doch ein wenig geschockt und agierten jetzt zunehmend zögerlicher. Ohne Selbstvertrauen wurden gerade bei Hinterfeldaktionen zahlreiche Fehler produziert.
Zu 19 ging der Satz an die Wikinger und auch der folgende begann verheißungsvoll. Der WSV Spielaufbau wurde jetzt ein wenig stabiler, nachdem Wurl, der einige Male in der WSV-Annahme herum irrlichterte, durch Libero Steinmetz ersetzt wurde. Auf der Bank konnte sich der Wiker Neuzugang dann erst einmal sammeln, um dann auf dem Feld mit schlagkräftigen Angriffen über die Mitte zu glänzen. Die wie immer kampfstarke KTV-Truppe versuchte sich jetzt mit aller Macht gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Ihr Neuzugang Hesse versuchte es mit allen Mitteln, sei es mit provozierenden Äußerungen gegenüber dem am heutigen Tage recht artigen Beutlin, sei es mit wagemutigen Rettungsaktionen an der Hallentrennwand in bester Spiderman-Manier. Die Recken gingen jetzt konzentrierter zu Werke und gerade Winkler und Lübbe, sonst eher für Brechstangenangriffe bekannt, gefielen plötzlich mit feinen Tricks – BRAVO.
Satz 2 ging deutlich an den WSV und im dritten Durchgang kam Neuzugang Girolami für den farblosen Schreiber, sowie Sußner für Jarr, welcher sich schon mal für das abendliche Pastagelage schonen sollte. Girolami, rein optisch schon ein richtiger Vollblutwikinger, wusste sofort mit gekonnten Blockaktionen zu gefallen und auch Sußner ließ sich nicht lumpen und schmiss die Bälle wie gewohnt hart aber fair in die entlegensten Ecken des Feldes. Im Satzverlauf konnten dann sogar noch die WSV-Leistungsträger Winkler und Lübbe aus dem Spiel genommen werden. Gennermann und Naumann kamen auf die Platte und gaben dem Wiker Spiel noch einmal einen gehörigen Schub nach vorne. Mit einem deutlichen 3:0 Sieg konnten somit die ersten Punkte erbeutet werden.
Resümee:

  1. Alle eingewechselten Spieler zeigten eine Toppleistung, was für die Ausgeglichenheit des 16- köpfigen WSV-Kaders spricht.
  2. Der Sieg darf nicht zu hoch bewertet werden, denn die Zastrower hatten heute einen rabenschwarzen Tag erwischt.
  3. Mann des Abends war Hauptangreifer Jarr, der mal wieder zu einer schönen Aftersiegparty in sein Loft einlud und alle Gäste mit Speis und Trank verwöhnte.
  4. Mittelblocker Wurl zeigte auf dem Feld für einen Neuling schon eine ordentliche Leistung, muss aber noch stark an der Schnelligkeit bei der Lieferung der Erfrischungsgetränke nach dem Spiel arbeiten. So lange standen die Recken noch nie mit trockener Kehle unter der Dusche – das muss besser werden.

Ausblick:
Im nächsten Heimspiel kommen mit Eckernförde und Rangenberg zwei Mannschaften in die Landeshauptstadt gegen die es in der Vergangenheit reihenweise bittere Niederlagen gab.

Aber nicht desto trotz, es freut sich schon euer
DOC Schreiber